Samstag, den 25. April 2026 

Rundgang auf dem Backnanger Stadtfriedhof mit Carl-Eugen Vogt
„Stille Zeugen auf dem Stadtfriedhof Backnang“

Am Samstag, 25.04. trafen sich 19 Interessierte auf dem Stadtfriedhof mit Steinmetz Carl-Eugen Vogt um alles Wissenswertes über den Stadtfriedhof zu erfahren.

1841 verlegte man den Friedhof von der Sulzbacher Straße am Totenkirchle an den Süden der Stadt, dem heutigen Stadtfriedhof. 1884 musste er bereits erweitert werden, dabei wurde auch die Friedhofskapelle durch Oberamtsbaumeister Christian Hämmerle im neugotischen Stil errichtet.

1925 konnte am oberen Ende des alten Hauptwegs eine neue Aussegnungshalle eingeweiht werden. Ihr vorgelagert ist ein seitlich von Pfeilerhallen flankierter Ehrenhof mit der Gedenkstätte und dem Mahnmal für die Gefallenen der Weltkriege. Trotz mehrerer Erweiterungen stieß der Stadtfriedhof an seine Grenzen und so wurde in den 1960er-Jahren ein großzügiges Gräberfeld im Plattenwald angelegt.

In den darauffolgenden Jahren wurde nach Beendigung der Liegezeit immer mehr zahlreiche ältere Grabstätten mit zum Teil unverkennbaren Grabmalen aufgelöst bzw. abgeräumt. Großzügige, facettenreiche Familiengräber wichtiger Familien der Stadt existieren aber bis in die heutige Zeit.

Im angelegten Lapidarium werden von für Backnang wichtigen Verstorbenen oder historisch bedeutsame und besonders gestaltete Grabsteine aufgestellt.

Der Rundgang mit Herrn Vogt war für alle Beteiligten sehr interessant und unterhaltsam, dabei haben wir gespürt, dass es für ihn eine Herzensangelegenheit ist, mit dem Lapidarium etwas aus vergangener Zeit für nachfolgende Generationen zu erhalten.